Brüssel kritisiert deutsche Girokonten

Wiederholt wurde in den vergangenen Wochen eine Kritik aus EU-Kreisen an den deutschen Girokonten bekannt. Brüssel kritisierte in diesem Fall den Kostenaufwand, der mit einem Konto in Deutschland verbunden ist. Nach den Aussagen der Experten der EU sind die deutschen Girokonten im europäischen Vergleich auch weiterhin zu teuer.

Dabei wurden aber nicht nur die allgemeinen Kontoführungsgebühren kritisiert, sondern auch einzelne Kostenpositionen, die unter anderem in Verbindung mit Auslandsgebühren entstehen. Im Fokus standen allerdings die Kontoführungsgebühren, die in Deutschland wesentlich höher sind als in anderen europäischen Ländern. Zudem mangelt es einigen Banken auch weiterhin an der Transparenz.

Mehr als 200 Banken

Insgesamt wurden durch Meglena Kuneva, die Verbraucherkommissarin der EU, 200 Banken in Europa unter die Lupe genommen. Die EU-Kommissarin bemängelte bei der Mehrzahl der Banken die undurchsichtige Preispolitik, die sich letztlich auch in der Informationspolitik widerspiegelt. Besondere Aufmerksamkeit genossen bei der Untersuchung jedoch die deutschen Banken, die bereits im Vorfeld aufgrund sehr hoher Gebühren ins Kreuzfeuer der Kritik geraten waren. In Deutschland muss ein Kunde nach den Angaben der EU jährlich rund 89 Euro für ein Girokonto einplanen. In deutschen Nachbarländern sind die Kosten teilweise bis zu 50 Prozent niedriger. Wir empfehlen ein kostenloses Girokonto, so zahlen Sie keine Gebühren!

Einheitliche Regelungen

Aufgrund der gravierenden Unterschiede und letztlich auch der fehlenden Transparenz möchte die EU  nun für alle Mitgliedsstaaten einheitliche Anforderungen einführen, die von den Banken bei der Gestaltung der Angebote Beachtung finden müssen. Die europaweiten Standards werden von der EU zum Schutz der Verbraucher eingeführt und sollen diese vor zu hohen Ausgaben bei dem eigenen Konto schützen. Gerade die Informationsgestaltung der Internetseiten soll sich dadurch maßgeblich verändern, denn nach den Erkenntnissen der EU mangelt es gerade auf diesen an Transparenz.

26. November 2009 | veröffentlicht in Banken, Girokonto, Juristisches vom Girokonto Experten