Neue Betrugsmasche: Ein-Cent-Überweisungen auf Girokonto

Betrüger haben eine neue Strategie entwickelt, um Bankdaten ausfindig zu machen und Verbraucher finanziell schädigen zu können. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main warnt in diesem Zusammenhang vor Ein-Cent-Überweisungen auf das Girokonto.

Einfacher Trick – weitreichende Folgen

Die Vorgehensweise der Kriminellen ist denkbar einfach: Sie überweisen zahlreiche Ein-Cent-Beträge auf verschiedene, zufällige Kontonummern unter einer bestimmten Bankleitzahl. Kommt keine Fehlermeldung zurück, bedeutet das folglich, dass das Girokonto tatsächlich existiert. Mit diesem Wissen gelingt es Betrügern, den betreffenden Kontoinhaber durch Abbuchungen finanziell zu schädigen.

Wie sollen sich Betroffene verhalten?

Laut Staatsanwaltschaft sollen Ein-Cent-Überweisungen umgehend nach ihrer Feststellung der betreffenden Bank gemeldet und die Kontodaten des Auftraggebers weitergegeben werden. Zudem soll sofort auch die Polizei kontaktiert werden.
In einigen Fällen ist auf dem Kontoauszug bei der verdächtigen Überweisung eine Telefonnummer für Rückfragen mit angegeben. Hier sollte auf keinen Fall angerufen werden – denn es drohen hohe Telefonkosten, mit denen die Betrüger zusätzlich Geld erwirtschaften.

Betrugsfälle nehmen zu

Betrugsfälle in Bezug auf Girokonten häufen sich, seit Verbraucher vermehrt auf Online-Banking zurückgreifen. Banken und Polizei warnen davor, niemals PIN oder TANs herauszugeben – auch Kreditinstitute fragen grundsätzlich nie nach den Zugangsdaten für das Internetbanking.

19. Dezember 2009 | veröffentlicht in Betrug, Girokonto vom Girokonto Experten